Veranstaltungen

Freitag 24.02. 19.00 Uhr

horreya – Die Revolution hat erst begonnen

Ein Jahr nach dem Sturz Mubaraks ist der Tahrirplatz noch immer das Symbol der weltweiten Aneignungskämpfe. Der ägyptische Aufstand Anfang 2011 sollte nicht nur einen verhassten Despoten verjagen, sondern ein ganzes menschenverachtendes Regime beseitigen. Die Menschen auf den Straßen Kairos und in ganz Ägypten zeigten, dass sie ihr Leben selbst bestimmen wollen – und haben Geschichte geschrieben

Auf der Veranstaltung »horreya – Die Revolution hat erst begonnen« berichten vier Kairoer AktivistInnen über die Entwicklungen des letzten Jahres. Darin verorten sie sich und ihre politische Arbeit: in einem Medienkollektiv, als Blogger, Filmemacherin und Street Artist oder in basisdemokratischen Stadteil-Komitees. Anhand von Erzählungen, Fotos und Filmausschnitten zeichnen sie ein Bild der aktuellen Situation und diskutieren Perspektiven der ägyptischen Revolution mit uns.

Flyer zum download


  • Datum: Freitag 24. Dezember 2012

  • Uhr: 19.00 Uhr

  • Ort: Mehringhof /Versammlungsraum, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin

  • Eintritt frei

Montag 19.12. 19.30 Uhr

Race, Class und Gender in der Geschichte des Sozialismus

Buchvorstellung im Cafè Morgenrot in Kooperation mit Schwarze Risse

Die alte sozialistische Arbeiterbewegung hat einen schlechten Ruf - schon der Titel ist patriarchal, und auch Rassismus und Antisemitismus kamen nach gängiger linker Auffassung bestenfall als "Nebenwidersprüche" vor. Doch ist das wirklich alles so einfach? Der Historiker Ralf Hoffrogge hat diese Frage untersucht. In seiner Einführung "Sozialismus und Arbeiterbewegung" in der Reihe Theorie.org widmete er sich der Geschichte der sozialistischen Bewegung in Deutschland.

Seine These: Kämpfe um das Soziale waren Kernfrage, aber nie einziges Thema der sozialistischen Arbeiterbewegung. Sie beschäftigte sich schon im 19. Jahrhundert mit Geschlechterverhältnissen, kämpfte gegen rassistische Diskriminierung und Antisemitismus, setzte sich gegen die Kriminalisierung von Homosexualität ein. Diese Breite zeitgenössischer Diskussionen soll in der Veranstaltung kurz vorgestellt werden.

Es gilt, neu zu diskutieren, wie in der Vergangenheit verschiedene Kämpfe um Emanzipation zusammengeführt wurden – oder auch scheiterten. Denn auch das Wissen um historische Niederlagen ist besser als ein geschichtsloser Zustand, in der selbst die Idee des Kampfes abwesend ist.

Mehr zum Buch hier.

Café Morgenrot

Freitag 9. Dezember 2011

Margrit Schiller - Exil in Kuba und Uruguay

Buchvorstellung

Margrit Schillers Buch "So siehst du gar nicht aus! Eine autobiografische Erzählung über Exil in Kuba und Uruguay" reflektiert eine in jeder Hinsicht ungewöhnliche Lebensgeschichte: Zwei Mal wegen Mitgliedschaft in der RAF zu insgesamt mehr als sieben Jahren Gefängnis verurteilt, entscheidet sich Margrit Schiller 1985, die alte Bundesrepublik zu verlassen und nach Kuba ins Exil zu gehen, um einer erneuten Verhaftung und der drohenden Sicherheitsverwahrung zu entgehen.

Acht Jahre später emigriert sie mit ihrem kubanischen Mann und den beiden in Kuba geborenen Kindern nach Uruguay, ein Land, in dem von 1973 bis 1985 eine Militärdiktatur herrschte, aber auch die Stadguerilla Tupamaros aktiv war, die heute die Regierung des Landes stellt. Hier hofft Margrit Schiller, ihre Erfahrung als politische Aktivistin und ehemalige Gefangene mit anderen Menschen teilen zu können.

Ihr Buch ist ein ehrliches und selbstreflexives Zeugnis, das grundlegende Exilerfahrungen thematisiert. Sie schreibt über die Macht der Bilder und wie diese täuschen können. Mit wachem, kritischem Blick zeichnet sie die Probleme des Alltagslebens in Havanna und Montevideo nach.

Ihr Buch beschreibt eine Reise, auf der es mehr als 15 Jahre kein Zurück gab.


  • Datum: Freitag 9. Dezember 2011

  • Uhr: 20.00 Uhr

  • Ort: Mehringhof /Versammlungsraum, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin